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Bakterielle Vaginose: Ursachen, Symptome & Behandlung

Eine bakterielle Vaginose ist eine Scheideninfektion, bei der Bakterien in der Scheide (Vagina) für ein Ungleichgewicht sorgen. Frauen bemerken Symptome wie einen fischig riechenden Ausfluss, Jucken oder Brennen im Intimbereich. Die bakterielle Vaginose lässt sich in der Regel gut in den Griff bekommen. Wir geben Ihnen Behandlungs-Tipps und klären Sie über alles Wissenswerte rund um die Erkrankung auf.

Was möchten Sie über die bakterielle Vaginose wissen?

Was ist eine bakterielle Vaginose?

Die bakterielle Vaginose bezeichnen Mediziner auch als Aminkolpitis. Hierbei handelt es sich um eine Infektion in der Scheide, die durch Bakterien ausgelöst wird. Die Erkrankung kann auch Auswirkungen auf den äußeren Bereich der Vagina haben. Eine bakterielle Vaginose stellt die häufigste mikrobiologische Störung des Scheidenmilieus im fortpflanzungsfähigen Alter dar.1 Etwa 5 von 100 Frauen sind betroffen.2 Bei mindestens 50 Prozent der Erkrankten verursacht die Scheideninfektion keine Beschwerden und bleibt unbemerkt.3 Wer jedoch Beschwerden wahrnimmt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Symptome: So erkennen Sie eine bakterielle Vaginose

Eine bakterielle Vaginose kann diese Symptome mit sich bringen:

  • Jucken und Brennen im Intimbereich
  • ein nach Fisch riechender Ausfluss
  • Rötungen und Schwellungen zwischen und entlang der Schamlippen
  • Schmerzen beim Wasserlassen oder während des Geschlechtsverkehrs, aufgrund der Reizung der Scheidenwand (kommt jedoch selten vor)

Etwa die Hälfte aller betroffenen Frauen beobachtet einen untypischen Ausfluss (Fluor).4 Der Fluor kann schaumig oder dünnflüssig sein und hat eine gräuliche bis weiße Farbe. Der Geruch liegt an den Bakterien, die streng riechende Stoffe produzieren.

Ursachen: Auf diese Weise entsteht eine bakterielle Scheideninfektion

Für die bakterielle Vaginose ist ein Erreger im engeren Sinne nicht bekannt. Stattdessen liegt der Erkrankung eine schwere Störung im Ökosystem der Scheide zu Grunde. Schuld daran ist eine Vielzahl unterschiedlicher krankheitserregender (pathogener) Bakterienarten, die sich in der Scheide übermäßig vermehren. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Milchsäurebakterien (Laktobazillen) ab – welche jedoch eine Notwendigkeit für eine gesunde Scheidenflora darstellen. Als Folge steigt der normalerweise saure pH-Wert und die Vaginalflora gerät aus ihrem Gleichgewicht.

Die Zusammensetzung der Erreger einer bakteriellen Vaginose ist bei den betroffenen Frauen unterschiedlich, häufig sind es drei bis sechs Arten.5 Hierzu zählt vor allem Gardnerella vaginalis.6 Doch was begünstigt diese Ansammlung von Erregern in der Scheide? Geschlechtsverkehr ist wahrscheinlich der häufigste Verursacher einer bakteriellen Vaginose – trotzdem handelt es sich nicht um eine Geschlechtskrankheit. Jedoch steigt das Risiko bei Frauen, die sexuell sehr aktiv sind und zum Beispiel häufig den Sexualpartner wechseln.7

Neben der Sexualität gibt es weitere Risikofaktoren:

  • Östrogenmangel
  • Rauchen
  • Vitamin D-Mangel
  • psychosozialer Stress
  • falsche Intimhygiene
  • Medikamente wie Antibiotika

Zudem gelten schwangere Frauen als besonders gefährdet für eine bakterielle Vaginose, da sich während der Schwangerschaft das mikrobielle Gleichgewicht in der Scheide zugunsten der schädlichen Bakterien verändert.

Diagnose: Das erwartet Frauen beim Arztbesuch

Bakterielle Vaginose: Eine Fraunärztin gibt Auskunft.Ausgehend von den Symptomen ist es schwer möglich, eine bakterielle Vaginose von einer anderen Infektion der Scheide zu unterscheiden. Viele Frauen denken zum Beispiel zunächst an einen Scheidenpilz, da diese Erkrankung den meisten geläufiger ist. Jedoch unterscheiden sich die Krankheitsbilder zum Beispiel in der Farbe und Konsistenz des Ausflusses.

Ein Arzt kann hier eine genaue Diagnose stellen. Der richtige Ansprechpartner ist ein Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Gynäkologe). In der Arztpraxis stellt Ihnen der Arzt zunächst Fragen zu den aktuellen Beschwerden und untersucht anschließend die Scheide und den Muttermund. Außerdem nimmt er eine Probe des Scheidensekrets (Abstrich), um den pH-Wert zu messen.

Eine bakterielle Infektion kann auch mit einer Pilzinfektion einhergehen, dann sprechen Mediziner von einer Mischinfektion.

Das octenisept® Vaginaltherapeutikum ist immer die richtige Wahl – es wirkt bei bakteriellen und pilzbedingten Infektionen*.

Bakterielle Vaginose: Eine Fraunärztin gibt Auskunft.

Bakterielle Infektion der Scheide: So gelingt die Behandlung

Um die unangenehmen Beschwerden der bakteriellen Vaginose wie Juckreiz, Brennen und Ausfluss zu lindern, kann das octenisept® Vaginaltherapeutikum zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um ein Spray, welches Sie tief in die Vagina einführen. Mit unkomplizierten Sprühstößen können auf diese Weise Keime reduziert und die Vaginalflora wiederhergestellt werden. Das Antiseptikum erhalten Sie auf Anraten Ihres Arztes rezeptfrei in der Apotheke.

Tipp: Auch der Geschlechtspartner kann Überträger von Keimen sein, ohne selbst Infektionsanzeichen zu zeigen. Eine Mitbehandlung des Partners kann das Risiko einer erneuten Infektion verringern – auch hierfür lässt sich das octenisept® Vaginaltherapeutikum anwenden. Sprühen Sie einfach das Präparat mit dem normalen Sprühkopf ohne Applikator auf das männliche Genital.

Der Frauenarzt empfiehlt bei einer bakteriellen Vaginose möglicherweise auch eine Therapie mit antibiotischen Wirkstoffen. Antibiotika erfassen ein gewisses Spektrum von Keimen, die zu einer Fehlbesiedelung der Scheide geführt haben. Wie lange das jeweilige Antibiotikum genommen werden muss, ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung.

Bei 80 Prozent der Patientinnen ist nach einer Gabe von oral oder vaginal verabreichten Medikamenten die normale Flora innerhalb einer Woche wiederhergestellt.8 Die Einnahme von Antibiotika schwächt jedoch in manchen Fällen auch die guten Bakterien. Auf unserer Ratgeberseite finden Sie Tipps, wie Sie den Aufbau der gesunden Scheidenflora fördern können:

Eine bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft geht mit einem leicht erhöhten Risiko für eine Frühgeburt oder eine späte Fehlgeburt einher. Zur Behandlung können schwangere Frauen (ab dem vierten Monat) auf das octenisept® Vaginaltherapeutikum zurückgreifen. Ebenso besteht die Möglichkeit für eine Antibiotika-Therapie.9

Übrigens: Neben der Anwendung von Hilfsmitteln gilt es aber auch die auslösenden Faktoren zu minimieren. Hierzu zählen mögliche individuelle Störfaktoren der Intimgesundheit.

Vorbeugung: Tipps zum Schutz vor einer bakteriellen Vaginose

Diese Tipps können einer bakteriellen Infektion der Scheide vorbeugen:

  • Geschützter Geschlechtsverkehr: Da die Erkrankung – ebenso wie eine Chlamydien-Infektion oder Genitalherpes – sexuell übertragbar ist, sollte auf Kondome zurückgegriffen werden (vor allem bei häufigem Wechsel von Partnern).
  • Stress vermeiden: Zählt Stress zu Ihren Risikofaktoren, gilt es einen Ausgleich zu finden – Entspannungsübungen und ausreichend Schlaf sind erste Schritte in die richtige Richtung.
  • Intimhygiene: Vermeiden Sie übermäßige Intimhygiene. Es reicht, wenn sie sich einmal täglich mit lauwarmem Wasser den Intimbereich waschen – Waschlotionen und Seifen können die Scheidenflora stören und zu Reizungen führen.
Informieren Sie sich auf unserer Ratgeberseite über weitere Tipps, wie Sie Ihrer Scheide etwas Gutes tun können:

FAQs: Antworten auf einen Blick

Wie entsteht eine bakterielle Vaginose?
Eine bakteriell bedingte Infektion der Scheide entsteht, indem sich verschiedene krankheitserregende Bakterien in der Scheide ansammeln. Die Anzahl der notwendigen Milchsäurebakterien nimmt hingegen ab.
Muss bei einer bakteriellen Vaginose der Partner mitbehandelt werden?
Da der Geschlechtspartner Bakterien übertragen kann, lohnt sich eine Mitbehandlung des Partners. Das octenisept® Vaginaltherapeutikum ist ein Spray, welches für die Vagina wie auch für den Penis geeignet ist.
Was passiert, wenn eine schwangere Frau eine bakterielle Vaginose bekommt?
Bei schwangeren Frauen besteht ein leicht erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt oder eine späte Fehlgeburt. Die Behandlung ist ab dem vierten Schwangerschaftsmonat mit dem octenisept® Vaginaltherapeutikum möglich. Außerdem verschreiben manche Ärzte Antibiotika.