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Von Ausfluss bis Vagina: Körperliche Veränderungen in der Pubertät

Die Pubertät – eine aufregende Zeit, die geprägt ist von vielen körperlichen Veränderungen. Du entwickelst Dich langsam, aber sicher von einem Mädchen zu einer erwachsenen, geschlechtsreifen Frau. Wie genau sich Deine Vagina in der Pubertät verändert und was der Ausfluss in Deiner Unterhose bedeutet, erfährst Du hier!

Körperliche Veränderungen: Die Pubertät beginnt

Etwa im Alter zwischen 8 und 13,5 Jahren beginnt Dein Körper mit der Geschlechtsreifung.1 Verantwortlich hierfür sind Hormone, die in einem bestimmten Bereich im Gehirn (Hypothalamus) und in den Eierstöcken gebildet werden. Diese Hormone regen dann wiederum die Bildung von Östrogen (weibliches Sexualhormon) an. Es lässt die Geschlechtsorgane wachsen und heranreifen.

Und wie genau kannst Du selbst feststellen, dass die Pubertät beginnt? Ein erster Hinweis ist meist das Wachsen von Schamhaaren und Brüsten. Wirklich geschlechtsreif sind Mädchen in der Regel mit 14 Jahren – körperliche Veränderungen durch die Pubertät dauern aber nicht selten bis zum 20. Lebensjahr an.2 Im folgenden Text geben wir Dir noch mehr Informationen über die Veränderungen, die Dein Körper während dieser Zeit durchlebt.

Pubertät: Was hat der Ausfluss zu bedeuten?

Circa ein bis eineinhalb Jahre bevor Du Deine erste Monatsblutung hast, wirst Du möglicherweise einen weißlichen Ausfluss in Deiner Unterhose bemerken. Dieser „Weißfluss“ ist bei Mädchen in der Pubertät ganz normal und kein Grund zur Sorge. Die Östrogene sorgen dafür, dass das Gewebe Deiner Vagina durchfeuchtet wird. Dadurch kommt es zu eben diesem weißlich-gelben Ausfluss, der joghurtähnlich riecht.

Bemerkst Du jedoch einen andersartigen Ausfluss im Slip (vielleicht riecht dieser auch seltsam) und leidest Du zudem unter einem Brennen oder Jucken, solltest Du das ärztlich abklären lassen. Möglicherweise hast Du eine Entzündung in der Vagina (bakterielle Vaginose) – manchmal kann auch ein Scheidenpilz dahinterstecken. Keine Angst: Das ist während der Pubertät keine Seltenheit und gut behandelbar –wohl jedes Mädchen leidet einmal darunter. Möchtest Du Dich vorab intensiver mit dem Thema beschäftigen? Dann klicke hier:

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Geschlechtsorgane: So verändern sich Vagina und Co. in der Pubertät

Pubertät: Zwei Mädchen tauschen sich über körperliche Veränderungen wie die der Vagina aus.Im Laufe der Zeit wachsen die Gebärmutter und Eierstöcke immer mehr heran, was Du selbst jedoch nicht mitbekommst. Was Du aber selbst ertasten und sehen kannst, sind die äußeren Veränderungen durch die Pubertät im Bereich der Vagina (Scheide): Die Schamlippen (die inneren Geschlechtslippen) und das Jungfernhäutchen (medizinisch: Hymen) am Eingang der Scheide werden sowohl feuchter als auch kräftiger. Die Scheidenwand bildet eine immer dickere Wand aus. Auch der Kitzler (Fachbegriff: Klitoris) legt an Größe zu. Zu finden ist der Kitzler übrigens am vorderen Ende der kleinen Schamlippen, also oberhalb des Scheideneingangs.

Doch es kommt noch zu weiteren körperlichen Veränderungen durch die Pubertät, welche die Vagina betreffen; genauer gesagt, die Scheidenflora. Hierbei handelt es sich um die Mikroorganismen, die im Inneren der Scheide leben und eine äußerst wichtige Aufgabe haben: schädliche Keime zu bekämpfen, die dort nicht hingehören, und so eine mögliche Entzündung der Vagina zu verhindern. In der Pubertät verändert sich die Scheidenflora, um bestmöglich ihre Funktion erfüllen zu können.

Pubertät: Zwei Mädchen tauschen sich über körperliche Veränderungen wie die der Vagina aus.

Die erste Regelblutung

Durchschnittlich im 13. Lebensjahr kommt es zur ersten Monatsblutung.3 Viele Mädchen stellen mit Schrecken Blut in der Unterhose fest – doch auch hier heißt es: keine Angst! Du bist damit nicht allein, alle Deine Freundinnen erleben die erste Periode. Und sei Dir gewiss, dass Du Dich daran schnell gewöhnen wirst und es ganz normaler Alltag wird. Es dauert dann rund zwei bis drei Jahre, bis sich ein regelmäßiger Zyklus eingependelt hat.4

Übrigens: Zu diesem Zeitpunkt sind auch die Gebärmutter und die Scheide komplett ausgeprägt. Jetzt hast Du die vollständige Geschlechtsreife erreicht und kannst somit auch schwanger werden. Denk also immer daran, zu verhüten – der Frauenarzt ist hierfür der richtige Ansprechpartner. Grundsätzlich legen wir Dir auch ans Herz, das Gespräch mit einer Freundin, der Mutter oder einer anderen vertrauten Person zu suchen. Der Austausch über alle körperlichen Veränderungen während der Pubertät hilft jedem Mädchen – Ausfluss und Co. sind nämlich absolut kein Tabuthema! Außerdem findest Du Informationen rund um den Intimbereich in unserem Ratgeber.

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